Hier nun der zweite Teil des Irland Reiseberichts. Den ersten Teil des Reiseberichts findet ihr hier

Ruhetag in Cahersiveen

Ein Wermutstropfen war die Nachricht von Mary, der guten Seele des Hostels, dass aus unserem Ausflug auf Skellig Michael am Samstag nichts werden würde, wegen des unruhigen Wetters. Naja macht nichts, dann suchen wir uns noch ein anderes Ziel. Sollte nicht das große Problem werden.

Das Frühstück im Hostel war wirklich ausgezeichnet. Es war alles vorhanden was man so für ein gelungenes Frühstück in einem Hostel braucht – sogar Eier standen bereit.

Nach dem ausgiebigen Frühstück haben wir uns dann zu dritt auf den Weg zum den beiden bekannten Steinforts Cahergall und Leacanabuaile gemacht. Unser vierter Mitstreiter entschied sich für den Aufstieg auf den Knocknadobar. An den Steinforts angekommen, verbrachten wir einen entspannten Tag und liefen zum frühen Nachmittag wieder zurück zur Unterkunft in Cahersiveen. Auf dem Speiseplan stand heute abend ein Curry.

Mary überbrachte uns dann auch die freudige Nachricht dass dem Ausflug am Sonntag auf Skellig Michael auch nichts mehr im Wege stand.

Nach dem Essen sind wir dann noch ins Pub um uns den Abend mit Bier und Fußball zu versüßen.

Steinfort CahergallSteinfort Leacanabuaile

Ausflug nach Skellig Michael

Heute stand also einer der beeindruckendsten Ausflüge des ganzen Urlaubs an. Es ging auf die vorgelagerte Skellig Michael Island. Eins vorab – solltet ihr irgendwann einmal auf dem Kerry Way unterwegs sein, lasst euch auf keinen Fall dieses Erlebnis entgehen. Es lohnt sich definitiv!

Gegen 8:30 Uhr stand dann unser „Taxi“ vor der Tür, das Mary organisiert hatte. Auf der fahrt nach Portmagee, von wo das Ausflugsboot startet, stellte sich heraus das unser Taxifahrer gleichzeitig auch unser „Kapitän“ sein wird. Sehr cool!

Nach knapp 1-stündiger Fahrt erreichten wir bei herrlischstem Wetter dann Skellig Michael und waren sogar die allerersten an dem Tag, die die Insel betraten.

Was es rund um die beiden Inseln Skellig Michael und Little Skellig zu berichten gibt, kann man noch viel besser und ausführlicher bei Wikipedia oder hier nachlesen, deswegen lass ich einfach ein paar Bilder sprechen.

Anfahrt auf Skellig MichaelAusblick auf Little SkelligBienenkorbhütten aus Granit auf Skellig MichaelPuffins (Papageientaucher) auf Skellig MichaelLittle Skellig mit der Basstölpelkolonie

Kerry Way – Etappe 5 – Cahersiveen nach Lough Currane

Nach zwei Tagen Pause waren die Akkus wieder etwas aufgeladen und es ging wieder zurück in die Wanderschuhe auf den Kerry Way. Wir ersparten uns den eher langweiligen und asphaltierten Weg von Cahersiveen auf den Kerry Way und haben uns fahren lassen.

Wir sind direkt auf einem Höhenzug eingestiegen und liefen bergauf und bergab während wir die absolut genialen Aussichten genosssen haben. Das Wetter verleitete auch zu ausgiebigen Pausen bei denen wir uns einfach ins Wollgras legten und die Landschaft und das geniale Wetter aufsaugten. Am Weg in Richtung Caherdaniel wollten wir dann unser Zelt aufschlagen was sich aber als recht schwierig rausstellte, weil entweder lagen Steine umher oder der Untergrund war patschnass. Traf beides nicht zu war der Platz eingezäunt und als Privatgelände ausgewiesen.

Als wir den Kerry Way kurz verlassen haben, fanden wir aber in der Nähe von Lough Currane vor einem unbewohnten Ferienhaus eine schöne gerade Wiese wo das Zelt aufgestellt werden konnte. Auch hier hatten wir wieder Besucher. Die waren aber wesentlich nerviger als die Schafe beim letzten Mal – Midgets. Hunderte, Tausende… ach was Zehntausende! Das war dann auch der entscheidende Grund sich sehr zeitig nach dem Abendessen ins Zelt zu verziehen.

Obwohl es sich wohl lohnt wenn man hier in der Gegend auch nachts mal die Augen gen Himmel richtet. Der südwestliche Teil von Kerry ist nämlich die einzige Dark Sky Reserve Gold in der nördlichen Hemisphere.

Rast im weichen GrasAlte Ruine am Kerry WayPerfekter Ausblick ins LandBlick auf Lough Currane

Kerry Way – Etappe 6 – Lough Currane über Caherdaniel nach Waterville

Wer dachte das sich diese Midget-Biester nur in der Dämmerung rumtreiben, dem möchte ich einen Morgen am Kerry Way ans Herz legen. Nahezu keine Veränderung zum Vorabend. Also haben wir unseren Krempel schnell zusammengepackt und haben uns wieder auf den Weg gemacht. Unser Ziel heute – Waterville.

Nach ca. 4km erreichten wir dann den Anstieg zum höchsten Punkt unserer Tour, dem Windy Gap. Zwar nur ca 450m hoch aber der Anstieg war wirklich sehr knackig. Auf dem Scheitelpunkt haben wir dann mit einem herrlichen Blick unser Frühstück nachgeholt. Der Weg nach Caherdaniel verlief ganz sachte abfallend am Berg. Sehr angenehm.

In Caherdaniel angekommen, lachte uns bereits das erste Hinweisschild des „Blind Piper Pub“ an. Da mussten wir nicht lange überlegen, denn der Vorabend verlief ja doch eher abstinent. Umso besser schmeckte dann das Bier in diesem wirklich schönen Pub. Nach einer ausgiebigen Pause und mit neuer Marschverpflegung machten wir uns nun auf den Weg in Richtung Waterville. Wir entschieden uns gegen den Weg an Strand und Derrynane House entlang und nahmen die Tour weiter oben.

Hier entdeckten wir einen Felsen der quasi wie für uns gemacht war, die Aussicht auf den Atlantik zu genießen.

Durch die umfangreichen Pausen und da wir auch noch keine Unterkunft in Waterville hatten nahmen wir für den Rest des Weges ein Taxi. Der Name des Fahrers ist Sean’O und er ist ein wahrliches Unikat von Taxifahrer. Er besorgte uns in Waterville dann auch die Unterkunft direkt im Pub.

Den Tag Pause in Waterville verbrachten wir mit dem erkunden des kleinen Städtchens. Waterville hat für die kleine Größe des Ortes eine eindrucksvolle Geschichte. Von hier wurden nämlich im Jahr 1858 die ersten transatlantischen Seekabel nach Nordamerika verlegt und Charlie Chaplin fühlte sich wohl auch ziemlich wohl hier. Kann ich gut verstehen muss ich sagen.

Aussiichtsfelsen bei CaherdanielStrandhaus an der Steilküste in WatervilleAbendessen am Strand von Waterville

Kerry Way – Etappe 7 – Caherdaniel nach Sneem

Nach dem Ruhetag in Waterville stand nun die für uns letzte Laufetappe an. Der Weg führte uns heute von Caherdaniel nach Sneem. Unser Taxifahrer-Unikat Sean’O brachte uns morgens von Waterville nach Caherdaniel. Diese letzte Etappe für uns auf dem Kerry Way war sehr entspannt und sehr schön zu laufen. Ein perfekter Abschluss des Wanderurlaubs.

Die letzten beiden Tage in Irland verbrachten wir in Kenmare und in Killarney mit ausgiebigen Erkundungen der lokalen Kneipenkultur, bevor es dann am Sonntag wieder in die Heimat ging.

Friedhof am Weg nach SneemAuf dem Weg nach SneemKneipenmeile in KenmareKneipen in Killarney

Den ersten Teil des Reiseberichts findet ihr hier

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