Altstadt von der Aussichtsplattform

Mittelalter und Internet? Mittelalter ist vielleicht etwas drastisch ausgedrückt, aber die historische Altstadt von Tallinn ist einfach genial. Die engen Gassen, die alten Kaufmannshäuser und die Unmenge an gemütlichen Bars und Kneipen ist einfach unglaublich.

Und das Internet? Ja Internet ist nahezu in der ganzen Stadt frei verfügbar. Zum Teil in Form von WLAN-Netzen der Bars und Kneipen und in vielen Teilen der Altstadt gibt es auch ein öffentliches Netz, bereitgestellt von der Stadt. In dieser Hinsicht kann sich Deutschland mehr als nur eine Scheibe abschneiden.

Mein Rundgang durch die Altstadt von Tallinn

Für die Altstadt sollte man sich auf jeden Fall genügend Zeit nehmen. Es gibt soviel zu sehen und man ist geneigt sich ständig in einer der neu entdeckten Kneipen auf dem Weg durch die Stadt niederzulassen und das Treiben rundherum auf sich wirken zu lassen. Von daher ist ein Tag fast zu kurz gedacht. 🙂

Die Stadt erreicht man meist über den Flughafen oder, wie in unserem Fall, über den Hafen. Wir waren nämlich vorher in Helsinki und sind mit einer mit einer Fähre aus der finnischen Hauptstadt angereist. Nachdem wir unser Quartier in der wunderschönen Altstadt gefunden und bezogen haben, ging es auch gleich wieder los die alten Gassen erkunden.

Altstadt Tallinn

Mittendrin im Leben – die Altstadt Tallinns

Erste Station bei herrlichstem Sommerwetter war der Rathausplatz von Tallinn wo wir uns ein leckeres Saku schmecken lassen haben. Umgeben von alten Kaufmannshäusern kann man wunderbar das Treiben auf dem belebten Platz beobachten und das Flair der Altstadt aufsaugen. Man findet hier übrigens auch die älteste Apotheke Europas die durchgängig seit 1422 betrieben wird.

Rathausplatz Apteek

Katariina käik

Die nächste Station war dann „Katariina käik“ – die St. Katharinenpassage. Hier findet man auf engstem Raum viele kleine Läden in denen man traditionell hergestellte Souvenirs Glas, Keramik usw. einkaufen kann. Die kleinen geschäfte sind gleichzeitig auch die Werkstätten und man kann quasi zusehen wie die kleinen Kunstwerke entstehen. Definitiv eine der schönsten Gassen in der Altstadt von Tallinn. Unbedingt anschauen.

Katariina käik

Der Domberg – Toompea

Nach der „Katariina käik“ ging es dann auf den Domberg (Toompea). Auf der Ostseite des Dombergs ist eine Aussichtsplattform von der man einen herrlichen Blick über die mittelalterliche Altstadt sowie im Hintergrund auf das „neue“ Tallinn hat. Man sieht von hier aus auch die vielen Türme der Stadt, unter anderem auch den Turm der St. Olaikirche, der übrigens von 1549 bis 1625 das höchste Gebäude der Welt war. Hier oben hätte ich es echt stundenlang aushalten können! Nachdem wir uns wieder von der fantastischen Aussicht gelöst hatten, ging es weiter in Richtung Alexander-Newski-Kathedrale, die sich ebenfalls auf dem Domberg befindet.

Alte Stadtmauer Herumlungern an der Aussichtsplattform Alexander-Newski-Kathedrale Gasse auf dem Domberg

Wir haben wirklich im Galopp die Stadt erkundet und sicherlich noch jede Menge andere Sehenswürdigkeiten verpasst. Aber wir hatten alles in allem auch keinen Bock nur herumzuhetzen um an alles einen Haken dranzumachen was es so zu sehen gibt. Grade die Aussichtsplattform auf dem Domberg verführt einen geradezu einfach sitzenzubleiben und den Blick immer wieder über die Stadt schweifen zu lassen. Eine schöne Übersicht über viele weitere lohnenswerte Ziele in der Stadt gibt es hier bei Tallin Tourismus.

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