Mole von Pärnu

Im August 2013 war ich eine Woche im nördlichsten Land des Baltikums unterwegs – in Estland. Das Land ist ungefähr so groß wie Niedersachsen und hat eine beeindruckende Ostseeküste. Neben der wunderschönen Ostseeküste gibt es in Estland vor allem noch unglaublich viel Wald was einem beim durchfahren des Landes bewusst wird. Der Plan war von Tallinn aus jeweils Tagesausflüge im Land zu machen. Dazu wurde kurzerhand ein Auto gemietet um unabhängig und mobil zu sein.

Vier Tage Estland – vier Ausflugsvorschläge

Man kann sich natürlich noch viel länger und ausgiebiger in dem wunderschönen Land an der Ostsee aufhalten. Hier mal meine vier Stationen während des Kurztrips in Estland.

Tag 1 – Ausflug nach Haapsalu und Paldiski

Nachdem der VW up am Flughafen abgeholt war ging es auch schon in Richtung Westen los. Ziel war die alte Kurstadt Haapsalu an der Westküste Estlands. Hier gibt es diverse Sehenswürdigkeiten wie z.B. die Bischofsburg mit der Domkirche zu bestaunen. Man kann hier wunderbar an der Promenade spazieren und die herrliche Aussicht auf die Bucht von Haapsalu genießen.

Nach dem Mittagessen an der Promenade ging es noch mal auf eine kleine Runde in das Städtchen um danach wieder in Richtung Tallinn aufzubrechen. Kurz vor  Tallinn haben wir dann noch mal einen kurzen Abstecher in Richtung Küste gemacht um den Leuchtturm von Paldiski zu besuchen. Dieser liegt im Landschaftsschutzgebiet der Halbinsel Pakri.

Bischofsburg Haapsalu Bucht von Haapsalu Leuchtturm von PaldiskiSteilküste in Paldiski

Tag 2 – Ausflug nach Pärnu

Heute stand die Sommerhauptstadt Estlands – Pärnu, auf dem Plan. Dazu ging es von Tallinn aus gute 130 km in Richtung Süden. Vorbei an vielen Feldern und noch mehr Wäldern erreichten wir dann Pärnu.

Nach einem Rundgang in der Stadt haben wir uns direkt auf den Weg zum Cafe Supelsaksad gemacht. Einfach herrlich dieses kleine gemütliche Cafe mit der kunterbunten Einrichtung. Für uns gabs Kaffee und unglaublich leckeres Gebäck mit frischen Beeren. Dieses Cafe sollte definitiv mit auf der To-Do Liste landen.

Von dort ging es dann direkt an den Strand. Nach einem Spaziergang an dem langen Strand, genossen wir erstmal das fantastische Wetter in einer windgeschützen Düne und haben ausgiebig eine Stunde NICHTS getan! Herrlich!

Zum Abschluss stand noch die bekannte Mole von Pärnu auf dem Programm. Ein zwei Kilometer langer Steinwall am westlichen Ende des Strandes. Wer als Paar die gesamte Strecke schafft und sich am Ende küsst, soll sich angeblich nie wieder trennen!

Strand von Pärnu Cafe Supelsaksad

Tag 3 – Ausflug nach Narva

Heute stand die längste Tagestour auf dem Programm – ca. 200km in Richtung Osten. Ziel war Narva an der EU-Außengrenze zu Russland. Narva ist die drittgrößte Stadt Estlands und bildet mit der Stadt Iwangorod auf russischer Seite eine Zwillingsstadt, nur getrennt durch den Grenzfluss Narva. Auf estnischer Seite kann man die Hermannsfeste besuchen – eine Feste des Deutschen Ordens. Direkt gegenüber auf russischer Seite liegt die Festung Iwangorod.

Nach einem kleinen Spaziergang von der Hermannsfeste am Fuss entlang haben wir uns wieder auf den Heimweg gemacht, da die Stadt ansonsten nicht wirklich viel Sehenswertes zu bieten hat.

Auf dem Rückweg haben wir die Hauptstraße einfach nochmal verlassen und einen Abstecher an die Ostseeküste gemacht. Dort wurden wir dann allerdings von einem mächtigen Gewitterschauer überrascht. Von daher fiel der Besuch am Strand leider kürzer aus als gedacht.

Feste Iwangorod (Russsland)Am Strand

Tag 4 – Laheema Nationalpark

Der letzte Tag war reserviert für einen Abstecher in den Laheema Nationalpark an der nördlichen Ostseeküste Estlands. Da wir das Auto am Nachmittag wieder abgeben mussten, blieb für die herrliche Landschaft leider kein ganzer Tag übrig. Wir mussten uns also etwas sputen und haben deshalb keine großen Ausflüge zu Fuß gemacht, sondern haben den Nationalpark zum größten Teil mit dem Auto auf teils abenteuerlichen Wegen erkundet.

Als Fazit kann man nur sagen – ein herrliches Fleckchen Erde mit wunderschönen, einsamen Strandabschnitten und malerischen Dörfern direkt am Wasser. Schade, dass wir nicht mehr Zeit dafür hatten.

Typische Küste im Laheema Nationalpark Selbstgebautes Steinmännchen im Laheema Nationalpark Nördlichster Punkt Estlands (Laheema Nationalpark)

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